Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider

Louisa Specht-Riemenschneider

Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

Ich bin überzeugt: Das Jurastudium bietet unendliche M?glichkeiten, die eigene Sicht auf die Welt zu sch?rfen. So habe ich es empfunden und es immer wieder erlebt – in der Wissenschaft, der Anwaltschaft und jetzt als Leiterin einer Aufsichtsbeh?rde. Als es mich 2004 nach Bremen zum Studium verschlug, nutzte nur knapp die H?lfte der deutschen Bev?lkerung das Internet. Es war eine andere Zeit: Datenschutz wurde noch positiv wahrgenommen und die Bedeutung des Internets für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft war kaum absehbar – auch nicht in ihren Problemgefügen. Heute besch?ftige ich mich als Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit t?glich mit Digitalpolitik und Digitalrecht. Das sind unglaublich wichtige Bereiche, die aus meiner Sicht essentiell sind, um unsere Demokratie und unsere europ?ischen Werte zu sichern. Das gilt auch für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: Sie sind die Grundlage für die Ausübung anderer Grundrechte wie etwa der Meinungsfreiheit oder der Versammlungsfreiheit. Mein rechtswissenschaftliches Studium an der Universit?t Bremen habe ich durch meine Promotion und Habilitation in Freiburg und sowie meine Professuren in K?ln, Passau und Bonn vertieft. Als Direktorin leitete ich sowohl das Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakult?t sowie das Zentrum für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation (ZMDT) der Universit?t Bonn. Neben der Politikberatung zu Daten- und Verbraucherschutzthemen, war es vor allem die Arbeit an rechtskonformen L?sungen für Datenaustausch im Gesundheitsbereich, die mich jeden Tag motiviert haben, meinen Beitrag zu leisten.